Runes of Magic

Seit September 2008 läuft die Open Beta für “Runes of Magic”. Ein 3D Fantasy MMORPG welches auch nach Release am 19. März 2009 ohne monatliche Gebühren auskommt. Ist da ein Haken wie bei anderen Free2play Games, bei denen im späteren Verlauf ein wichtiger Gegenstand benötigt wird, der nur für reales Geld zu haben ist? Laut Publisher Frogster und Entwickler Runewaker Entertainment nicht. Auch während unserer Reise durch die virtuelle Welt von “Runes of Magic” oder den Gesprächen mit anderen Spielern (darunter auch High Level) ist uns kein Haken aufgefallen. Es wird dem Spieler durch einen Obolus aber vieles vereinfacht. Zum Beispiel bekommt man für 299 Diamanten ein Pferd ohne „Ablaufdatum“, am Valentinstag vergangenes Wochenende erhielt man dieses sogar zum Sonderpreis von 150 Diamanten. Äußerst hilfreich sind außerdem Aufwertungen des Rucksacks oder der Bankfächer, welche man entweder für 80 Diamanten ein halbes Jahr oder aber drei Tage lang für fünf Diamanten erwerben kann. 500 dieser durchaus breit gefächert nutzbaren Juwelen kosten 21,99 Euro.

Mit Rappe in Varanas

Mit Rappe in Varanas

Natürlich sind ordentlich Rollenspielelemente vorhanden. Der Spieler kann zwischen sechs primären Klassen, wie etwa die obligatorischen Magier, Krieger und Priester, wählen, wobei er bei Erreichen des zehnten Levels eine der verbliebenen fünf Klassen als Sekundärklasse hinzu wählen kann, wodurch interessante Charaktereigenschaften entstehen. Diese Sekundärklasse darf, muss aber nicht, ebenfalls gelevelt werden. Quests sind in Runes of Magic zahlreiche vorhanden. Bei Aufgaben wie dem einfachen “Bring mir zehn davon” bis hin zur Schatzsuche mit Knobeltexten darf der Spieler auf Abwechslung hoffen. Leider ist die Spawn Zeit einiger Gegner so hoch, dass eine Gruppe schon mal bis zu eineinhalb Stunden warten muss, bis sich der Kerl endlich blicken lässt. Während der Beta Phase sind außerdem noch nicht alle Texte übersetzt und im schlimmsten aber seltenen Fall muss das koreanische Wörterbuch helfen. Die Systemvoraussetzungen, 2GHz Cpu - 512MB RAM - 128MB GPU, sind für kleinere Rechner mit einer Breitbandverbindung kein Problem und die Fantasiewelt sieht bis auf einige schlechte Texturübergänge sehr schön aus. Die Weitsicht leidet jedoch unter den niedrigen Systemvoraussetzungen.

Magicinaction

Eine neue Gilde: Magicinaction

Die Atmosphäre ist gelungen. So kommt man sich in die Stadt Varanas vor, als würde man als Tourist erstmals Schloss Neuschwanstein bestaunen. Es werden alle optischen Facetten bedient. Von dem hellen freundlichen Städtchen, in welchem jeder jeden kennt bis hin zum düstersten Friedhof und einer Kapelle bei der Vladimir neidisch werden könnte. Musikalisch scheint es zwar an einigen Stellen, dass etwas fehlen würde, doch was der Spieler andernorts zu hören bekommt, ist hervorragendes und vor allem passendes Klangwerk a la Enya. Auch die Geräuschkulisse bei Kämpfen ist gut gemacht. Die Steuerung geht schnell von der Hand und für ganz Faule sind eine automatische Bewegung zu Quest-Zielen sowie die Verfolgung von anderen Spielern möglich. Auch das Anpassen des Interface funktioniert gut und kann den eigenen Wünschen angepasst werden. Die Server selbst sind noch ein wenig verbesserungswürdig, da es oft vorkommt, dass Runes of Magic nur noch stotternd spielbar ist. In einem solchen Fall ist ein schneller Pixeltod unausweichlich.

Mächtiger Feuerzauber

Mächtiger Feuerzauber

Für Simsbesessene gibt es auch eine eigene Wohnung, die man sich für ein paar Diamanten nach seinen Vorstellungen mit Tischen, Stühlen, Betten, Teppichen usw. einrichten kann. Jedes Möbelstück wertet das Eigenheim mit einigen Erfahrungspunkten auf. Alle ungebundenen Gegenstände können im Auktionshaus gehandelt werden. Hier bekommt man auch Gegenstände, die man sonst nur für Diamanten erhält.

Niedliche Spinnen dürfen nicht fehlen

Niedliche Spinnen dürfen nicht fehlen

Selbstverständlich gibt es auch einen PvP-Bereich, in dem die Spieler sich gegenseitig messen können. Ein geplantes Feature von Runes of Magic sind serverübergreifende Schlachten im Drei-Server-Krieg. Ansonsten gibt es alles was ein gutes MMORPG ausmacht. Es sieht fast so aus, als hätten die Entwickler von “Runes of Magic” von allen anderen ein bisschen abgekupfert und das Gute daraus in das eigene Produkt gepackt

Für das (männliche) Auge wurde gesorgt

Für das (männliche) Auge wurde gesorgt

Fazit: Für eine Beta ist das Game schon sehr ansehnlich und als Free2Play auf jedenfall einen Download wert. Und das schreibt euch jemand, der eigentlich nichts mit WoW & Co zu tun haben wollte. *Zwinkwer* - Euer Herogeier

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