NFS-Undercover

Wie der Titel schon sagt, spielt man einen Undercover-Polizisten dessen Aufgabe es ist, einen Schmugglerring auszuheben. Also, ein Rennen nach dem anderen gewinnen um auf die Drahtzieher aufmerksam zu werden. Dies geschieht recht schnell. Denn der Schwierigkeitsgrad ist bei den meisten Rennen sehr einfach gehalten. Neu ist der Highway-Battle-Modus indem man mit Höchstgeschwindigkeit, möglichst ohne Zwischenfall, über die stark befahrenen Schnellstraßen donnert. Die Zeitlupenfunktion, Timebreaker genannt, ist dabei sehr hilfreich. Ebenfalls eine Neuerung ist die Outrun- Herausforderung. Ähnlich dem Canyon-Rennen aus „Carbon“, muss der Spieler versuchen seinen Kontrahenten zu überholen und ihm mit genügend Abstand davonzufahren. Wieder mit dabei sind die spektakulären Verfolgungsjagden mit der Polizei, welche den Spieler mit allen Mitteln wie Nagelbänder und Helikopter zu stoppen versuchen. Während ein echter Polizist, auch Undercover, stets versucht keinen Schaden anzurichten, darf man bei Undercover wieder Verfolgungs-Stopper einsetzen und allerlei zerstören um die Cops abzuschütteln. Hierbei macht es besonders Spaß dem Funkverkehr der Ordnungshüter zu lauschen in dem sogar das aktuelle Wagenmodell samt Farbe genannt wird. Auch während des gemächlichen Cruisens durch die Stadt kommen immer wieder witzige Funksprüche herein.
Eigentlich alles in allem ein Riesenpotential für ein gelungenes Rennspiel á la Need for Speed mit Aufmotzen, Lackieren, Bekleben und allem was dazu gehört, wenn da nicht die Technik einen Strich durch die Rechnung machen würde. Selbst bei einem PC mit moderner Grafikkarte und schneller CPU müssen die Einstellungen runtergefahren werden damit die allzuoft vorkommenden Ruckler zumindest kurz bleiben. Laut der Community soll es auf der PS3 und XBox360 unspielbar sein, während auf der PS2 und Wii keine Ruckler auftauchen. Texturen werden deutlich sichtbar nachgeladen, Häuser erscheinen aus dem Nichts und Fahrzeuge werden bei schnellen Fahrten zu spät eingeblendet. Wobei ich von der sehr schlechten Schattendarstellung auch bei einem fast stillstehendem Fahrzeug gar nicht reden möchte. Angesichts dieser Mängel muss man froh sein das kein Tag/Nacht Wechsel stattfindet oder ein plötzlicher Regen vom Himmel fällt, sonst würde wahrscheinlich der beste Rechner seinen Dienst verweigern. Optisch sieht „Need for Speed – Most Wanted“ mit seinem Alter immernoch besser aus als Undercover.

Die Musik ist wieder gelungen und passt zu dem Genre. Auch die Sound-Effekte kommen glaubwürdig rüber.
In Onlinespielen kann man neben den üblichen Rennen auch „Räuber und Gendarm“ spielen. Zumindest hier hat sich technisch das Spiel verbessert. Synchronisations- Ruckler (sogenannte Laggs) bleiben bei Undercover weitgehendst aus. Leider kann ich im Onlinemodus mein selbst erstelltes Spiel nicht auf Spieler limitieren oder ein Passwort setzen um mit einem eingeladenen Freund auch mal alleine zu spielen. Auch wurde auf ein Splitscreen und viel unglaublicher, auf einen LAN Modus verzichtet obwohl doch auf jeder LAN-Party der aktuelle NFS Titel gespielt wird.
Wer einen schnellen Rechner sein eigen nennt und sich an umgebenden Schönheitsfehlern nicht stört, der dürfte trotz allem Gefallen an dem neuen Need for Speed Titel finden. Fans der Reihe greifen selbstverständlich zu. (Herogeier)

Comments (1)

barflyJanuar 15th, 2009 at 16:30

hallo Herogeier
Na mal wieder ein schöner Spielebericht von dir. Ist zwar nicht mein Gengre aber anschaun werd ichs mir sicher mal. Hmm na auf der nächsten LAN wird das dann wohl nix …. hehe .

mfg barfly

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